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Gemeinsame Wohnform für Mütter/­­Väter und Kinder
im Marie-Calm-Haus


Leben und Alltag bei uns während der Pandemie-Einschränkungen

Die Corona-Pandemie hat seit dem Frühjahr den Tagesablauf für die BewohnerInnen des MCH stark verändert

Der Besuch der Kindertagesstätten fiel eine Zeit lang aus, einige Mütter und Väter konnten ihre Arbeitsstellen nicht aufsuchen. Viele unserer eigenen bewährten Gruppenangebote konnten nicht mehr in gewohnter Weise stattfinden, liebgewonnene Ziele und Veranstaltungen von Gemeinden und Vereinen in Stadt und Landkreis mussten abgesagt werden, zeitweise durften keine Besuche empfangen werden. Mütter, Väter und Kinder haben sich an diese Veränderungen gewöhnen und ihre Freizeitgestaltung umstellen müssen.
Ein Segen stellte für alle der schöne Garten unseres Hauses dar, in dem man sich bei gutem Wetter aufhalten konnte.

Wir haben die besondere Zeit genutzt, um kreative Projekte drinnen und draußen zu verwirklichen.

Steine bemalen

Der Fund eines „Bauna-Steins“ beim Spaziergang inspirierte die Mütter und Kinder im Sommer dazu, in gemütlicher Runde im Schatten der Obstbäume Flusssteine selbst zu bemalten. Allerdings konnte sich später niemand von den liebevoll gestalteten Werken trennen.

Erfolgsgeschichten

Ein Jahr voller Erfahrungen

Lola* hat Geburtstag, sie wird ein Jahr alt. Seit Ihrer Geburt lebt sie mit ihrer Mutter Christina* im Marie-Calm-Haus in Baunatal. Das Marie-Calm-Haus bietet Müttern bzw. Vätern mit ­­ihren ­­­Kindern immer dann ein Zuhause auf Zeit, wenn sie Unterstützung in der neuen Lebenssituation brauchen. So war es auch bei Christina, die im Dezember 2019, einen Monat vor der Geburt ihrer Tochter, hier eine kleine Zwei-Zimmerwohnung mit Kochgelegenheit und Bad bezog. „Anfangs konnte ich mir nicht vorstellen, hier einzuziehen“, berichtet Christina, die selbst in Kassel aufgewachsen ist.“ „Doch jetzt bin ich begeistert, ich lerne jeden Tag viel und werde bei der Versorgung und Erziehung meiner Tochter von einer Bezugsbetreuerin unterstützt. Die Verantwortung für meine kleine Lola habe ich aber ganz allein.“

Die Einjährige ist ein sehr lebhaftes, gut gelauntes Kind und erlebt Gemeinschaft mit anderen Kindern. Denn zurzeit leben vier Mütter mit insgesamt sieben Kindern im Alter von acht Monaten bis fünf Jahren im Maie-Calm-Haus. Gegessen wird bei besonderen Anlässen gemeinsam in der großen Gemeinschaftsküche, auch gibt es Angebote für Eltern und Kinder, freie Zeit zusammen zu verbringen. Dennoch hat jede kleine Familie die Möglichkeit, sich zurückzuziehen.

Christina schätzt, wie ihre Mitbewohnerinnen auch, dass sie hier einen Raum gefunden habt, in dem sie im eigenen Tempo selbstständig werden kann. Sie erlebt sich inzwischen als stärker und selbstbewusster. „Früher war ich viel unterwegs, jetzt genieße ich den Tag mit meinem Kind, mir fehlt nichts. Ich habe viel in diesem Jahr gelernt und weiß jetzt was ich will“, erzählt die 21-jährige strahlend. Ein Praktikum in einem Kindergarten ist ihr nächstes Ziel, um sich Orientierung für eine Ausbildung zu schaffen. Und wenn alles gut läuft, möchte sie eine eigene Wohnung, am liebsten auf dem Land, weil sie dort die Ruhe und den Austausch mit den Nachbarn schätzt.

Christina ist auf einem guten Weg und vielleicht können sie und Lola den zweiten Geburtstag schon mit Gästen in den eigenen vier Wänden feiern.
*Namen wurden von der Red. geändert
Michelles Leben nach der Schule war eine einzige Party. Sie nahm Drogen und wurde ungewollt schwanger. Sie war sich nicht sicher, ob sie ihre Tochter behalten will. Doch dann lernte sie in kleinen Schritten, Verantwortung zu übernehmen.
Die Hessenschau zeigte am 19.12.2019 in einem knapp vierminütigem Bericht, wie es der jungen Mutter heute geht.

Hier der Link dazu: Video Hessenschau

Die Namensgeberin: Marie Calm

‎Marie Calm wurde am 03. April 1832 in Bad Arolsen geboren und verstarb am 22.Februar 1887 in Kassel. Sie war Pädagogin, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin. Als Tochter eines Kaufmanns ließ sie sich gegen den Willen ihrer Eltern als Lehrerin ausbilden und übte anschließend in England und Russland ihren Beruf aus. Im Jahr 1861 übernahm sie die Leitung der Höheren Töchterschule in Lennep. Ab 1865 widmete sich Marie Calm verstärkt ihrer Arbeit als Schriftstellerin. Sie veröffentlichte Gedichte, Romane und Erzählungen, die sich vor allem mit der Stellung der Lehrerin und der höheren Frauenbildung befassten.

Marie Calm gründete 1869 gemeinsam mit anderen Frauen den „Verein deutscher Lehrerinnen und Erzieherinnen“ sowie den „Casseler Frauenbildungsverein (FBV)“, dem sie bis zu ihrem Tod 1887 vorstand. Der FBV eröffnete unter ihrer Leitung eine Fachschule für Mädchen, denen durch eine bessere Ausbildung neue Berufsfelder eröffnet werden sollten. Später erfolgte die Gründung einer Fortbildungsschule, die Lehrerinnen für den Hauswirtschafts-, Handarbeits- und Turnunterricht ausbildete.

Quelle
: wikipedia.org
 
 

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